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Cybersicherheit

Was ist Mehr-Faktor-Authentifizierung (MFA) und wie führt man sie ein?

Gestohlene Passwörter sind die häufigste Ursache für Kontoübernahmen. MFA hält die Tür geschlossen, selbst wenn ein Passwort bekannt wird.

ujans Team··2 Min. Lesezeit

Bei der Mehr-Faktor-Authentifizierung (MFA) kommt zur Anmeldung mit Passwort ein zweiter Prüfschritt hinzu: eine Bestätigung in einer App, ein Einmalcode oder ein physischer Sicherheitsschlüssel. Selbst mit gestohlenem Passwort kommt ein Angreifer ohne zweiten Faktor nicht ins Konto.

Welche Verfahren sind am sichersten?

  • SMS-Code: besser als nichts, aber anfällig etwa für SIM-Swapping.
  • Authenticator-App mit Code: sicherer als SMS.
  • App-Benachrichtigung mit Zahlenabgleich: komfortabel; der Zahlenabgleich verhindert „MFA-Fatigue“-Angriffe.
  • Sicherheitsschlüssel und passwortlose Anmeldung (FIDO2 / Passkeys): am widerstandsfähigsten gegen Phishing, empfohlen für Admins und kritische Konten.

Welche Konten zuerst?

  1. Administratorkonten und Cloud-Verwaltungsportale,
  2. E-Mail und Kollaboration (Microsoft 365, Google Workspace),
  3. VPN und Fernzugriff,
  4. Buchhaltung, Banking und ERP,
  5. Verwaltung von Website, Domain und DNS.

Einführung Schritt für Schritt

  1. Bestandsaufnahme: Welche Systeme unterstützen MFA, wer nutzt was?
  2. Zentrale Identität: Anwendungen möglichst per Single Sign-on (SSO) an ein Identitätssystem anbinden und MFA zentral steuern.
  3. Pilotgruppe: Mit der IT und einigen Freiwilligen starten und die Anleitung verbessern.
  4. Ankündigung und Kurzanleitung: Warum und wie – auf einer Seite mit Screenshots.
  5. Schrittweise Pflicht: Erst Registrierungsphase, dann MFA verpflichtend.
  6. Wiederherstellung: Vorab festlegen, wie Nutzer mit verlorenem Telefon verifiziert werden.

Typische Fehler

  • MFA nur für einen Teil der Nutzer aktivieren und Altprotokolle ohne MFA weiter erlauben.
  • Admin-Konten ausnehmen.
  • MFA bei gemeinsam genutzten Konten deaktivieren.

ujans führt MFA, Single Sign-on und Richtlinien für bedingten Zugriff im Rahmen des Identitäts- und Zugriffsmanagements ein – ohne die Nutzerfreundlichkeit zu opfern.

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