Klassische IT-Sicherheit behandelt das Firmennetz wie eine Burg: draußen gefährlich, drinnen sicher. Heute arbeiten Mitarbeitende aber zu Hause, unterwegs und mit eigenen Geräten, und Anwendungen laufen in der Cloud. Zero Trust folgt einem Grundsatz: Keinem Benutzer, Gerät oder Netzwerk standardmäßig vertrauen – jeden Zugriff prüfen.
Grundprinzipien
- Explizit verifizieren: Bei jedem Zugriff werden Identität, Gerätezustand, Standort und Risiko bewertet.
- Minimale Rechte: Zugriff nur auf benötigte Ressourcen und nur so lange wie nötig.
- Von einer Kompromittierung ausgehen: Netz segmentieren und Aktivitäten überwachen, als sei ein Angreifer bereits drin.
Zero Trust Schicht für Schicht
Identität Alle Anwendungen an ein zentrales Identitätssystem anbinden, MFA erzwingen und bei riskanten Anmeldungen zusätzliche Prüfungen verlangen.
Geräte Nur verwaltete, aktuelle und verschlüsselte Geräte erhalten Zugriff auf Unternehmensdaten. Für private Geräte eingeschränkten, browserbasierten Zugang definieren.
Netzwerk Statt per klassischem VPN Zugriff auf das gesamte Netz zu geben, Nutzer nur mit den benötigten Anwendungen verbinden. Server- und Benutzernetze trennen.
Anwendungen und Daten Sensible Daten klassifizieren und Freigabe- sowie Downloadregeln danach ausrichten. Zugriffsprotokolle kritischer Anwendungen zentral sammeln.
Roadmap für den Mittelstand
- Monat 0–3: MFA, zentrale Identität und Single Sign-on; getrennte Admin-Konten.
- Monat 3–6: Geräteverwaltung, Festplattenverschlüsselung und Richtlinien für bedingten Zugriff.
- Monat 6–12: Anwendungsbezogener Fernzugriff, Netzsegmentierung und Datenklassifizierung.
- Laufend: Überwachung, regelmäßige Überprüfung und Verbesserung.
Zero Trust ist ein Ansatz, kein Produkt. Viele vorhandene Lizenzen, etwa Microsoft-365-Business-Pläne, enthalten bereits Funktionen für die ersten Schritte.
ujans bewertet Ihre Infrastruktur und setzt eine schrittweise Zero-Trust-Transformation für Identitäten, Geräte und Zugriffe um.