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Cybersicherheit

Backup-Strategie: die 3-2-1-Regel und ein Notfallplan für die Geschäftskontinuität

Hardwaredefekt, Ransomware oder ein gelöschter Ordner: Egal, was zum Datenverlust führt – retten kann Sie nur ein durchdachtes Backup.

ujans Team··2 Min. Lesezeit

Datenverlust kann jedes Unternehmen treffen: Eine Festplatte fällt aus, jemand löscht den falschen Ordner, Ransomware verschlüsselt die Server oder das Büro steht unter Wasser. Dann zählt eine vorab geplante und getestete Backup-Strategie.

Die 3-2-1-Regel

  • 3 Kopien: mindestens drei Kopien der Daten, inklusive der produktiven.
  • 2 Medien: Speicherung auf mindestens zwei Arten von Datenträgern (etwa lokal und in der Cloud).
  • 1 Kopie extern: mindestens eine Kopie an einem anderen Standort.

Wegen Ransomware gilt heute eine Ergänzung: Mindestens eine Kopie sollte unveränderbar (immutable) oder offline sein. So kann selbst ein Angreifer mit Admin-Rechten sie nicht löschen oder verschlüsseln.

Zwei wichtige Ziele: RPO und RTO

  • RPO (Recovery Point Objective): Wie viel Datenverlust ist akzeptabel? Für die Buchhaltung eine Stunde, für das Archiv ein Tag.
  • RTO (Recovery Time Objective): Wie schnell muss das System wieder laufen? Für Kassen und Buchungssysteme Minuten, für internes Reporting ein Tag.

Diese Ziele bestimmen Häufigkeit, Verfahren und Budget der Datensicherung.

Was gesichert werden muss

  • Server und Datenbanken (ERP, Buchhaltung, Kassen-Backoffice),
  • Fileserver und gemeinsame Ordner,
  • Microsoft-365- bzw. Google-Workspace-Daten (E-Mail, OneDrive, SharePoint) – Cloud-Dienste allein ersetzen kein vollständiges Backup,
  • Websites und Anwendungen,
  • Konfigurationen von Netzwerkgeräten.

Ein ungetestetes Backup ist kein Backup

Das häufigste Problem: Man glaubt, Backups seien vorhanden – im Ernstfall funktionieren sie nicht. Quartalsweise Stichproben-Wiederherstellungen und einmal jährlich eine vollständige Notfallübung schaffen Gewissheit.

Was in den Notfallplan gehört

  1. Priorität der kritischen Systeme,
  2. Zuständigkeiten und Kontaktliste,
  3. Wiederherstellungsschritte und sicher hinterlegte Zugangsdaten,
  4. Ausweichbetrieb, etwa ein temporärer Server in der Cloud,
  5. Kommunikation mit Kunden und Partnern.

Im Rahmen von Managed IT konzipiert ujans Backups, überwacht sie täglich, stellt unveränderbare Cloud-Backups bereit und führt regelmäßige Wiederherstellungstests durch.

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